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Nachrichten Spanien und Kanarische Inseln, für den 25. März 2008 - Preise für Rindfleisch stiegen in den den vergangenen 3 Monaten um über 50 Prozent an. Schuld ist das Importverbot von brasilianischem Rindfleisch, welches die EU bereits im vergangenen Dezember angekündigt und Anfang Februar durchgesetzt hat.
Spanien, Kanarische Inseln: Auf dem spanischen Festland und insbesondere auf den Kanaren, war Rindfleisch in der Vergangenheit recht günstig, wurde das Fleisch doch in großen Mengen aus Brasilien importiert. Die Europäische Union stoppt mit Wirkung vom 01. Februar die Einfuhr von Rindfleisch aus Brasilien und sorgt damit für eine Verdoppelung der Rindfleischpreise. Die Preise für Rinderfilet stiegen in Festland-Spanien von 15 auf knapp 30 Euro, auf den Kanaren von etwas über 12 Euro auf durchschnittlich 26,50 Euro. Brasilianisches Rindfleisch hat die Preise in der gesamten EU niedrig gehalten, was dem Verbraucher zugute kam. Die Produzenten dagegen, das sind vor allem die Industrie-Grossbauern und die Lebensmittel-Industrie, fanden das gar nicht gut. Brasilianisches Fleisch ist nicht gut für hohe Erträge der EU-Erzeuger. Diese haben daher ständig den Druck auf die EU-Kommission verstärkt, das Brasilianische Rindfleisch unter irgendeinem Vorwand aus der EU herauszuhalten.
Brasilien ist nach wie vor der größte Lieferant von Rindfleisch auf die Kanarischen Inseln, jedoch müssen die Hotels und Gastronomiebetriebe auf Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote und Co. für eine Tonne Rindfleisch inzwischen statt 7.500 US-Dollar knapp das Doppelte berappen - Grund hierfür: Lediglich knapp 150 brasilianische Schlachthöfe, sogenannte Fazendas stehen derzeit auf der 'Whitelist' der EU, weitere 2500 haben derzeit beantragt in die Unbedenklichkeitsliste aufgenommen zu werden.
Brasilien habe zwar Mitte Januar eine Liste der angeblich krankheitsfreien Erzeuger vorgelegt, sagte eine EU-Sprecherin, auf dieser hätten sich 2681 von insgesamt rund 10.000 brasilianischen Produzenten befunden. Diese Liste ist nach Ansicht der Veterinärexperten aus den 27 EU-Mitgliedstaaten viel zu lang. Sie seien nicht davon überzeugt, dass die aufgelisteten Hersteller tatsächlich kontrolliert worden seien, weil auch keine Unterlagen über die Prüfungen beigefügt worden seien.
Brasilien verkauft derweil weiter große Mengen Rindfleisch nach China, Russland und in den nahen Osten - Brasilien ist der größte Fleischexporteur der Welt mit einem Anteil von 40% an allen Fleischexporten, ebenso der größte Exporteur von Rindfleisch und der größte von Hühnerfleisch. Der Anteil der EU an Brasiliens Fleischexporten ist bedeutend, aber keineswegs der größte. Noch mehr wird nach China, nach Russland und in Länder des Nahen und Mittleren Ostens exportiert.
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